40 Sekunden auflaufendes Wasser am Pellwormer Unterfeuer

40 Sekunden auflaufendes Wasser am Pellwormer Unterfeuer

Wie lichtet man die Ruhe auf Pellworm am besten ab? Diese Frage stellt sich uns immer wieder. Eine geeignete Technik ist die Langzeitbelichtung. Durch die sehr langen Belichtungszeiten verwischen Bewegungen, sich bewegende Objekte werden unsichtbar und sich verändernde Strukturen werden zu glatten Oberflächen. Wasser und Wellen erstarren also zu „Eisflächen“. Die Brandung an Uferkannten und Steinen erscheint nebelartig und mystisch.

Mehr Ruhe geht fast nicht

So wie bei unserem letzten Beitrag mit einer Langzeitbelichtung am Tiefwasseranleger, haben wir diesmal das Unterfeuer als Motiv gewählt. Und zwar bei Tageslicht. Mit den entsprechenden Filtern und Einstellungen haben wir das auflaufende Wasser abgewartet. Herausgekommen ist eine wunderschöne 40-Sekunden-Aufnahme mit tollen Verläufen im Wasser, Nebelschwaden zwischen den Steinen und einem mystisch verwaschenen Himmel. Nur das Unterfeuer steht scharf und klar in der eingefrorenen Landschaft. Mehr Ruhe geht fast nicht.

Schnelle Flut – kräftige Böen

Bei dieser Art der Fotografie merkt man, wie schnell in Wirklichkeit das Wasser aufläuft. Von einer Minute auf die nächste verändert sich das Motiv bereits deutlich. Da kann durchaus Hektik aufkommen, wenn der geplante Bildaufbau unaufhaltsam in den Fluten versinkt und man mit verschiedenen Einstellungen experimentiert. Die kräftigen Windböen, die an diesem Tag an Kamera und Stativ gezerrt haben, machten es außerdem nicht leicht, eine unverwackelte Aufnahme in den Kasten zu bekommen.

Das Motiv funktioniert auch wunderbar im Hochformat:

Die Pellwormer Fähre bei Vollmond am Tiefwasseranleger

Die Pellwormer Fähre bei Vollmond am Tiefwasseranleger

Das war doppelt ärgerlich. Erst haben wir den Sonnenuntergang am Leuchtturm verpasst und dann durch Zufall gemerkt, dass wir auf der anderen Seite des Himmels gerade einen spektakulären Mondaufgang verpassten!

Aber, was soll’s. Der Vollmond stieg rasch über dem Tiefwasseranleger auf. Also haben wir uns auf den Weg gemacht, um zu schauen, ob es dort ein schönes Motiv im Mondlicht gab.

Und tatsächlich lag die Pellworm I mit noch eingeschalteten Bordlichtern am Anleger unter dem aufsteigenden Mond. Das war die gerechte Entschädigung an diesen Abend! Schnell war das Stativ aufgebaut und es entstand diese schöne Langzeitbelichtung. Einen Moment später wurde das Licht auf der Fähre ausgeschaltet. Feierabend! Zufrieden ging es nach Hause. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es ist übrigens nicht unsere erste Aufnahme bei Vollmond am Pellwormer Tiefwasseranleger.

Windräder am Bupheverkoog in der Abendsonne

Windräder am Bupheverkoog in der Abendsonne

Der Bupheverkoog ist der jüngste Teil der Insel Pellworm. Erst 1938 wurde die Fläche eingedeicht und somit bewohnbar und landwirtschaftlich nutzbar gemacht.

Wer vom Hafen von Tammensiel außendeichs in diese Richtung startet, der merkt schnell: man begenet immer weniger Menschen dafür aber immer mehr Schafen. Es wird noch ruhiger, als man es ohnehin von Pellworm kennt. Ein kleiner „Hotspot“ ist die Badestelle. Dahinter wird es immer einsamer. Pellworm-typisch prägt auch hier die Landwirtschaft das Inselbild.

Und noch etwas gibt es hier: Windräder. Und zwar die von der großen Sorte. Die mächtigen Flügel drehen sich stetig im Küstenwind. Wir haben unser Stativ aufgebaut und mit einer Langzeitbelichtung die Industriebauwerke in der Abendsonne fotografiert. Die Flügeldrehungen sind zu weiß-transparenten ovalen Scheiben verschmolzen und wirken nun nicht mehr so gewaltig.

Das Windrad am Solarfeld haben wir bereits einmal zum Tagesausklang fotografiert.

 

Wenn der Tag an der Hooger Fähre auf Pellworm zu Ende geht

Wenn der Tag an der Hooger Fähre auf Pellworm zu Ende geht

Still und starr liegen die beiden Boote der Hellmanns vor Anker. In blaues Licht getaucht spiegeln sie sich matt im ablaufenden Wasser. Die Sonne ist bereits hinter den Halligen versunken. Am Anleger Hooger Fähre ist Ruhe eingekehrt. Aber der Name dieses beschaulichen Plätzchens auf der Insel führt manchmal zu Verwirrung. Ein Fähranleger mit Verbindung zur Hallig? Da tun sich Bilder von Abfertigungsgebäuden, langen Wartespuren für Autos und regelmäßigem Fährverkehr auf.

Tatsächlich kann es manchmal etwas betriebsamer zugehen. Neben dem Anlegesteg der Hellmanns befindet sich hier auch eine Badestelle. Aber weder der grüne Strand, noch die gelegentlichen Fahrten zur Hallig oder die anderen Ausflugsfahrten lassen hier irgendeine Unruhe aufkommen. Keine Menschenmassen, keine Warteschlangen und keine Blechkolonnen – eben typisch Pellworm.

In den Abendstunden kann man hier wunderbar den Tag ausklinken lassen. Einfach die Ruhe und den Panoramablick hinüber zu den Halligen genießen.

Wer mit den Hellmanns raus fährt, kann was erleben. Zum Beispiel auf einer Fahrt zum Norderoogsand. Da geht es ganz dicht vorbei an den Seehunden.

Eine einsame Schute wartet am Pellwormer Tiefwasseranleger

Eine einsame Schute wartet am Pellwormer Tiefwasseranleger

Eine einsame Schute liegt am Pellwormer Tiefwasseranleger vor Anker. Eine Laterne an Deck markiert die Position mit einem kleinen Lichtpunkt. Die Sonne ist bereits untergegangen. Nur ein breiter gelb-violetter Strich am Himmel lässt sie irgendwo hinter dem Horizont erahnen. Es ist fast windstill. Und während die Kamera am Fahrbahnrand auf dem Damm das Motiv einfängt, schwappen ganz leise kleine Wellen sanft gegen das Ufer. Fotografieren auf Pellworm kann ja so beruhigend sein…

Auch beruhigend: Dieses Motiv von der „Insel Amrum“ im Hafenbecken.

Wolkenautobahn am Pellwormer Leuchtturm

Wolkenautobahn am Pellwormer Leuchtturm

Wem das Titelbild auf der Startseite von pellworm4you.de gefällt, der wird auch diese Aufnahme mögen. Sie ist übrigens am gleichen Abend entstanden. Nur wenige Minuten später. Die Belichtungszeit von genau einer Minute lässt die Wolken scheinbar am Leuchtturm „vorbeirasen“. Die letzten Lichtstrahlen der untergehenden Sonne erreichen gerade noch die obersten Zipfel der Wolken. So ensteht eine ganz besondere Atmosphäre. Ein typischer beschaulicher Tagesausklang auf der Insel Pellworm.

Den Leuchtturm mal aus einer ganz anderen Perspektive gibt es übrigens hier zu sehen.