Sie prägen das Bild des Pellwormer Hafens: die Krabbenkutter. Auf der Webseite der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer sind sieben Kutter verzeichnet. Damit steht Pellworm an fünfter Stelle von 21 aufgeführten Häfen.

Umgangssprachlich und im Handel nennt man sie „Krabbe“. Regional sagt man „Granat“ oder „Porre“ – so auch auf Pellworm. Die eigentliche Bezeichnung ist jedoch „Nordseegarnele“ (Crangon crangon). Sie ist ein Krebstier und ernährt sich räuberisch von kleinen Muscheln, Schnecken, Würmern und Krebsen. Diese kann sie mit ihren etwa ein bis zwei Millimeter großen Scheren regelrecht zerpflücken. Jedoch auch Reste abgestorbener Pflanzen und Tiere stehen auf ihrem Speiseplan.

Die Krabben werden nach dem Fang gleich an Bord in Meerwasser gekocht. So erhalten sie ihr besonderes Aroma und ihre rotbraune Farbe. Frischer als direkt am Kutter im Pellwormer Hafen wird man sie wohl nicht bekommen. Dann sind sie natürlich noch nicht gepuhlt. Für ungeübte Finger kann das heraustrennen des Krebsfleisches aus dem Panzer zur Geduldsprobe werden. Vorfreude ist aber ja bekanntlich die schönste Freude. Pur, im Krabbensalat auf einem Brötchen oder als bannig goote Porren-Frikadellen heißt es dann „guten Appetit“.

Wer mehr zu Krabben und den anderen Meeresbewohnern erfahren möchte nimmt am besten an einer Meerebiologischen Kutterfahrt mit den Hellmanns teil.

 

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